Darts-Turnierkalender 2026: Alle PDC-Majors, Pro Tour und World Series im Überblick

Updated Juli 2026
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Darts-Bühne mit beleuchtetem Board und leerer Tribüne vor Turnierbeginn

Warum der Kalender mehr ist als eine Liste von Daten

Wer den PDC-Kalender 2026 als Excel-Liste anschaut, sieht 14 Major-Termine, mehr als 30 Pro-Tour-Events, sechs European-Tour-Stationen und ein gutes Dutzend World-Series-Veranstaltungen. Was die Liste nicht zeigt: wie diese Events zusammenhängen, wie Form-Kurven über das Jahr wandern und an welchen Stellen sich Wett-Strategie lohnt. Das Gesamt-Preisgeld auf dem PDC-Zirkus 2026 liegt bei über 25 Millionen Pfund — eine Verdopplung des Sky-Vertrags und das wachsende Sponsoring haben die Wirtschaftlichkeit der Tour grundlegend verändert.

Genau deshalb teile ich den Kalender in diesem Artikel nicht alphabetisch oder chronologisch ein, sondern nach Rolle im Jahresverlauf. Welche Turniere sind Wegmarken, welche sind Übergänge, wo verschiebt sich Form, und welche Events lohnen sich für Schweizer Wett-Strategen am ehesten? Matt Porter, CEO der PDC, hat den Aufbau so beschrieben: «We’ve spent a lot of effort, money, time, and blood, sweat and tears over the last two decades building our calendar. Building it to a point where it’s recognisable, where events are identifiable with cities or times of the year.» Genau diese Identifizierbarkeit ist der Ausgangspunkt für sinnvolle Saison-Planung.

Majors im Kalenderjahr

Die Majors strukturieren das Jahr. Es beginnt mit dem Masters Ende Januar — direkt nach der WM, mit den Top 24 der Order of Merit. Eine kurze, dichte Veranstaltung über drei Tage, die zeigt, wer aus der WM Schwung mitgenommen hat und wer ausgebrannt ist. Quoten hier sind eng kalibriert.

Im Februar startet die Premier League — 16 Spieltage über vier Monate, die parallel zu anderen Events laufen. Wer Premier-League-Quoten platziert, muss zusätzlich beachten, dass die Spieler in dieser Zeit auch andere Turniere bestreiten. Form-Übertragungen sind real.

Im März folgt UK Open in Minehead — das «FA-Cup-Turnier» mit offenem Setzplan, in dem Amateure und Profis im selben Auslosungsraster stehen. Das ist das überraschungsanfälligste Major des Jahres, mit den breitesten Quoten. Direkt im Anschluss kommt der International Darts Open und weitere Pro-Tour-Stationen.

Sommer-Spitze: World Matchplay in Blackpool im Juli. Detailbetrachtung dazu in World Matchplay Wetten. Im August folgen World Series-Stationen in Übersee und der World Grand Prix in Leicester — letzteres mit dem einzigartigen Double-In-Double-Out-Format, das eigene Quoten-Dynamiken erzeugt.

Herbst: Grand Slam of Darts im November in Wolverhampton mit seinem Round-Robin-Format. Dezember: Players Championship Finals als letzte Major-Veranstaltung vor der WM. Und dann, ab Mitte Dezember, die PDC World Championship im Alexandra Palace — der Höhepunkt des Jahres. Bei einem Gesamtpreisgeld von 5 Millionen Pfund 2026 ist die WM allein für rund ein Fünftel des Tour-Volumens verantwortlich.

Pro Tour und Floor Events

Die Pro Tour ist das, was Profis im «Hauptberuf» spielen. Über 30 Stationen pro Jahr, kein TV, oft ein bis zwei Events pro Wochenende parallel. Diese Floor-Events bestimmen die Order of Merit, aus der heraus sich Top-Spieler für Majors qualifizieren — und genau das macht sie strategisch wichtig, auch wenn sie wenig Aufmerksamkeit bekommen.

Pro-Tour-Quoten sind eine eigene Welt. Sie werden bei vielen Anbietern erst kurz vor Beginn aufgelegt, das Volumen ist niedriger, und entsprechend sind die Quoten oft weniger sauber kalibriert. Wer hier mit aktuellen Form-Daten arbeitet, findet regelmässig Spreads zwischen Anbietern, die echten Value erzeugen.

Worauf ich achte: die Pro-Tour-Spieler kommen aus dem direkten Wochenend-Rhythmus oft frisch ins nächste Major. Wer zwei oder drei Wochenenden in Folge Pro-Tour gespielt hat, ist im darauffolgenden Major in einer anderen Verfassung als jemand, der sich gezielt ausgeruht hat. Diese Information ist in den Major-Quoten nicht voll eingepreist.

Ein zweiter Punkt: Floor-Events finden in Hallen-Atmosphäre statt. Wer dort konstant abliefert, hat einen anderen Spieltyp als die Bühnen-Stars. Manche Spieler — gerade aus der Mittelgruppe — sind auf der Pro Tour deutlich erfolgreicher als auf der TV-Bühne, und genau diese Asymmetrie kann man sich für Wetten zunutze machen.

European Tour Stationen

Sechs European-Tour-Events sind 2026 geplant — verteilt von Frühling bis Herbst, mit Stationen in Deutschland, Niederlande, Belgien, Österreich und weiteren europäischen Märkten. Die European Tour ist die Brücke zwischen Pro Tour und Major: TV-Übertragung, aber kleineres Feld als bei einem Major, und kürzeres Format.

Format-spezifisch: European-Tour-Events laufen über drei Tage. Erste Runde Best-of-11-Legs, später Best-of-13-Legs. Das sind relativ kurze Distanzen, die Aussenseitern mehr Chancen geben als die langen Major-Formate. Outright-Quoten auf Topspieler bewegen sich oft im Bereich 3.50 bis 5.00 — niedriger als bei der WM, aber höher als auf Pro-Tour-Stationen.

Was diese Events für Schweizer Spieler interessant macht: einige finden in Nachbarländern statt, mit Heim-Vorteilen für deutsche oder österreichische Profis. Diese Heim-Effekte sind real und werden in den Quoten oft unterschätzt. Wer einen deutschen Spieler bei einem deutschen Event spielt, hat statistisch einen kleinen, aber messbaren Vorteil.

Eine praktische Beobachtung: die European Tour wird von vielen Schweizer Anbietern weniger umfassend bewettet als Majors. Wer also hier eine Wette platzieren will, sollte die Marktbreite vorher prüfen — manche Anbieter bieten nur Sieg-Wetten, andere die volle Bandbreite an Detailmärkten.

World Series Übersee-Events

Die World Series ist das exotischste Element des PDC-Kalenders. Stationen in Übersee — USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Asien — meist mit einem reduzierten Feld aus PDC-Topspielern plus lokalen Qualifikanten. Diese Events sind teils Showcase, teils ernsthafter Sport, und das macht die Quoten-Kalibrierung schwierig.

Format: 8 oder 16 Teilnehmer, Best-of-11-Legs, oft an einem oder zwei Tagen abgewickelt. Das Feld ist meist heterogen — vier oder fünf PDC-Topspieler treffen auf lokale Profis aus weniger entwickelten Dart-Märkten. Daraus ergeben sich auf dem Papier sehr hohe Quoten für die lokalen Spieler, die statistisch oft gerechtfertigt sind.

Aus Wettsicht zwei Aspekte. Erstens: PDC-Spieler reisen weite Strecken, oft mit Jetlag-Effekten. Das ist ein Faktor, der in den Quoten selten eingepreist ist, sich aber in einzelnen Matches messbar zeigt. Zweitens: die lokalen Profis spielen Heimspiele in vertrauter Atmosphäre. Bei einem Topspieler gegen einen lokalen Profi mit 1’500-Zuschauer-Halle hinter sich verändern sich die Quoten-Realitäten.

Ich behandle World-Series-Events deshalb mit Vorsicht. Sie sind unterhaltsam, aber für systematische Wett-Strategie weniger geeignet als die etablierten Majors mit grossen Datenmengen.

Wettplanung über das Jahr

Mein praktischer Ansatz für eine Saison als Schweizer Wett-Stratege: das Jahr in vier Quartale teilen und für jedes Quartal eine eigene Schwerpunkt-Veranstaltung definieren.

Q1 Januar bis März: WM-Nachbearbeitung, Masters, Premier-League-Start. Hier liegt der Fokus auf Form-Veränderungen direkt nach der WM. Spieler, die im Januar dominant waren, halten dieses Niveau selten bis zur Premier League. Quoten passen sich langsam an — wer schnell ist, hat einen Edge.

Q2 April bis Juni: Premier-League-Hauptphase plus UK Open im März. Hier ist das Volumen hoch, die Quoten sind sauber kalibriert, und die besten Wett-Möglichkeiten liegen in Detailmärkten und Handicap-Linien.

Q3 Juli bis September: World Matchplay als Sommer-Höhepunkt, World Series in Übersee, Anlauf zum World Grand Prix. Diese Phase belohnt Spieler, die Pro-Tour-Form gut in TV-Auftritte übertragen.

Q4 Oktober bis Dezember: Grand Slam, Players Championship Finals, WM. Die wichtigste Quartalsphase für Outright-Wetten — wer die WM-Quoten im Oktober vergleicht, hat zwei Monate Vorlauf, um Form-Veränderungen zu beobachten.

Diese Quartals-Logik ist keine Garantie für Gewinne — sie ist nur ein Rahmen, der hilft, den Überblick zu behalten. Wer ohne Plan in den Kalender geht, verzettelt sich an den vielen kleineren Events und übersieht die strategisch wichtigen Momente.

Was der Kalender 2026 erstmals anders macht

Eine letzte Beobachtung. Die Preisgeld-Steigerung von 18 auf über 25 Millionen Pfund Gesamt-Volumen hat Folgen, die noch nicht alle in der Berichterstattung angekommen sind. Spieler aus den Plätzen 33 bis 64 der Order of Merit verdienen 2026 zum ersten Mal Summen, von denen sie hauptberuflich leben können. Das verändert die Tiefe des Felds — und damit auch die Aussenseiter-Quoten in den frühen Runden der Majors. Wer Quoten von 2024 oder 2025 als Referenz nimmt, unterschätzt diese Veränderung.

Wie viele Major-Turniere zählen 2026 zur PDC-Saison?

Das PDC-Major-Programm 2026 umfasst rund 14 Turniere — darunter Masters, Premier League, UK Open, World Matchplay, World Grand Prix, Grand Slam, Players Championship Finals und die WM. Die exakte Zahl variiert leicht je nach Definition; einzelne hochkarätige Events wie der World Cup of Darts werden teils als Sonderformat geführt. Für strategische Saison-Planung lohnt sich die offizielle PDC-Übersicht zum Jahresbeginn.

Werden European-Tour-Events bei Schweizer Wettanbietern angeboten?

In Schweizer bewilligten Anbietern werden European-Tour-Events meist angeboten, allerdings mit weniger Markt-Tiefe als bei Majors. Sieg-Wetten und Handicap sind in der Regel verfügbar, Spezialmärkte wie Most 180s oder höchste Checkouts seltener. Wer regelmässig European Tour bewetten will, sollte mehrere Anbieter prüfen, weil die Abdeckung variiert.

Verfasst vom Team von „Darts Wetten Bonus Schweiz”.

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